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Tag der Schachtelsätze  – 25. Februar

 

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Schachtelsätze – Sätze wie Matrjoschki                  Lange Sätze sind schwer zu lesen,
aber bisweilen klingen sie wie Musik.

Der Schachtelsatz,

der am 25. Februar auf Anregung des deutschen Cartoonisten und Bloggers Bastian Melnyk gefeiert wird,

mit einem anderen deutschen Ausdruck Bandwurmsatz genannt,

der Schachtelsatz nämlich,

nicht der Cartoonist und Blogger Bastian Melnyk,

und der,

gemeint ist abermals der Satz,

auf Griechisch Hypotaxe heißt,

 

stellt gewissermaßen ein Äquivalent zu den Matrjoschki dar,

diesen russischen Holzfiguren,

die Sergei Wassiljewitsch Maljutin,

ein russischer Maler und Architekt,

1890 nach einem japanischen Vorbild gestaltet hat,

den Puppen also,

bei denen eine in der anderen steckt und

die sich bei Touristen großer Beliebtheit erfreuen,

wenn sie nicht wissen,

was sonst sie aus Russland mitbringen könnten,

was Aussicht hat,

länger haltbar zu sein als eine Flasche des geruchsfreien Schnapses,

der aus Getreide hergestellt und

Wodka genannt wird,

was,

übersetzt,

"Wässerchen" bedeutet,

die möglicherweise schon auf dem Flug,

sofern dieser in wetterbedingte Turbulenzen gerät,

oder dann auf dem Flughafen ausgetrunken wird,

wenn das Gepäck,

wie es bisweilen vorkommt,

wenn das zuständige Personal unachtsam gewesen ist oder

die Aufkleber falsch gelesen hat,

verloren gegangen ist,

 

kann unter Umständen so kompliziert sein,

dass man auch in der eigenen Muttersprache die Grammatik zu Hilfe nehmen muss,

um durch die Reihen von Wörtern und Sätzen durchzufinden.

 

Quelle: Edwin Baumgartner, Wiener Zeitung, 24.02.2019

 

Tag des Schachtelsatzes –Eleganz und Groteske; TU Dresden, 24.02.2020

Tag der Schachtelsätze
am 25. Februar – Ehrentag der Hypotaxe in Deutschland